Journalisten zwischen den Fronten

Kriegsberichterstattung am Beispiel Jugoslawien

Author: Simone Richter

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3663078116

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 277

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Brennpunkt Balkan: Der Krieg ist nach Europa zu-rückgekehrt. Für die Medien ist Informieren das Gebot der Stunde. Es gibt keinen eleganten Krieg, das erfahren Journalisten, die vor Ort vom Krisenherd berichten, täglich. Vor allem Pressereporter müssen versuchen, hinter die schmutzigen Kulissen zu blicken und vom Konflikt aus erster Hand zu berichten. Dabei wird der romantische Mythos des publizierenden Kriegshelden entzaubert: Realjournalismus findet unter härtesten Arbeitsbedingungen und in einer absoluten Ausnahmesituation statt.

Qualität in der Krisen- und Kriegsberichterstattung

Ein Modell für einen konfliktsensitiven Journalismus

Author: Nadine Bilke

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3531911376

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 289

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Kriege sind zu globalen Medienereignissen geworden. Für den Journalismus hat das gravierende Konsequenzen: Wie kann er objektiv sein, wenn Information im Krieg immer auch ein militärischer Faktor ist? An welchen Kriterien misst sich journalistische Qualität in Krisenzeiten? Die Autorin beantwortet diese Fragen, indem sie Modelle für einen Friedensjournalismus und Qualitätskonzepte der Journalismustheorie kombiniert. So entwirft sie einen konfliktsensitiven Journalismus, der Objektivität und Qualität durch Multiperspektivität und Selbstreflexion anstrebt. Die Arbeit zeigt die Konsequenzen eines solchen Journalismusverständnisses für Ausbildung, Wissenschaft und Praxis.

Krisen- und Kriegsberichterstatter zwischen Mythos und Arbeitsrealität: Eine quantitative Kommunikatorstudie zu deutschsprachigen Auslandskorrespondenten in weltweiten Krisen- und Kriegsgebieten

Author: Maren Strübig

Publisher: Diplomarbeiten Agentur

ISBN: 3842833857

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 187

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Inhaltsangabe:Einleitung: ‘Ein Schlachtfeld, das scheint für einige Reporter so etwas zu sein wie ein Abenteuerspielplatz, illuminiert von einem Feuerwerk, ein aufregendes Lichterspiel mit einer bombigen Geräuschkulisse. Das Bild vom Kriegsreporter, das in den Köpfen mancher meiner Kollegen irrlichtert, sieht ungefähr so aus: Lederjacke, düsterer Blick, der sagt: ,Ich habe schon so ziemlich alles gesehen’, dazu noch ordentlicher Alkoholkonsum, Whiskey natürlich passend zu rauen Stimmen und den drei Scheidungen, die der ,verdammte Beruf’ halt so mit sich gebracht hat. Andere verstehen das Wort vom Kriegsspiel allzu wörtlich. Sie meinen, ein Kurzeinsatz in Afghanistan könne sie von der angeblichen Langeweile der Regionalberichterstattung erlösen, wenn auch nur für drei Wochen. Schließlich gibt es noch jene Kollegen, die glauben, durch einen Einsatz als Kriegsreporter ihre Karriere beschleunigen zu können. Gerade die letzteren sind nicht wenige.’ (Armbruster 2007; ARD-Kriegsreporter vor dem zweiten Irakkrieg in Bagdad). Mythische Vorstellungen über das Berufsbild des Krisen- bzw. Kriegsreporters gibt es nicht nur auf Seiten der Journalisten, sondern auch auf Seiten der Rezipienten medialer Informationen aus weltweiten Kriegsgebieten: Kriegsreporter gelten als ,coole’ Helden in weißen Hemden, die im mutigen Alleingang an der Front leben und arbeiten - weit entfernt von der sicheren Heimat. Sie haben keine Angst und scheuen sich nicht, nur ,bewaffnet mit einem Presseausweis’ im Schützengraben zu liegen, um unter Einsatz ihres eigenen Lebens ,live’ für ,ihr’ Publikum aus dem Ausland Bericht erstatten zu können. Für Kriegsreporter ist der Ausnahmezustand Normalzustand. Ihre Arbeit ist ein ständiger Adrenalin-Kick. Kehrt der Kriegsreporter in seine Heimatredaktion zurück, bringt der Auslandseinsatz unter Gefechtsbedingungen einen Karriere-Kick, heißt es. Im Extremfall stirbt der Kriegsreporter einen ,heroischen’, weil unschuldigen und öffentlichen Tod, denn Kriege werden oftmals zu globalen Medienereignissen stilisiert. Vielleicht sind es gerade die außergewöhnlichen Arbeitsbedingungen im Krieg und Verantwortlichkeiten des Kriegsreporters, die die mythischen Elemente im Selbstbild dieser Profession begründen. Weil Krieg für Rezipienten aus Westeuropa häufig ein von der Heimat weit entferntes Spektakel ist, fungieren Kriegsberichterstatter als die einzigen Augenzeugen vor Ort mit öffentlichem Informationsauftrag. Sie tragen außerhalb des heimatlichen [...]

Der Irakkrieg 2003 im deutschen Fernsehen

Eine quantitative Inhaltsanalyse von 'tagesschau' und 'RTL aktuell'

Author: Cindy Thiele

Publisher: diplom.de

ISBN: 3842806272

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 192

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Inhaltsangabe:Einleitung: Kriege und Katastrophen sind allgegenwärtig, auch wenn sie wohl kaum einer von uns jemals am eigenen Leib miterleben musste. Unser Wissen darum ist jedoch durch die audiovisuellen Medien so umfangreich und aktuell wie nie zuvor. So sind die schrecklichen Bilder des 11. Septembers 2001, die wir zumeist vom heimischen Wohnzimmer aus miterlebten, unvergessen. Im Golfkrieg 1991 waren wir ebenfalls live dabei: Die Objektive der Kameras und die Augen und Ohren der Journalisten waren stellvertretend an unser statt vor Ort. Modernste Kommunikationstechnik lieferte die Eindrücke der Reporter in Sekundenschnelle auf unsere Fernsehbildschirme. Doch Medien, die über Kriege und Konflikte berichten, geraten schnell selbst ins Gefahr: Während das Publikum nach immer aktuelleren Informationen und Bildern verlangt, erweist sich deren Beschaffung im Kriegsgebiet als große Herausforderung. Gerade Fernsehjournalisten, die permanentem Aktualitäts- und Konkurrenzdruck ausgesetzt sind, laufen dabei Gefahr, von politischen Interessen instrumentalisiert zu werden. Zu den Waffen moderner Kriegsführung gehört nicht zuletzt der Versuch, Informationen und Bilder gezielt zu steuern, zu verteilen oder auch zu verknappen. Seit Beginn der Geschichtsschreibung war der Einsatz von Propaganda ein entscheidender Aspekt der Kriegsführung . Die Beschaffung von Informationen wird zudem durch das medienpolitische Instrument der Zensur erschwert, das zum Schutz der eigenen Truppen die Freiheit der Berichterstattung in Kriegs- und Krisenzeiten einschränkt. Dieser Umstand wirkt sich für die Kriegsreporter äußerst nachteilig aus: Der Mythos vom unblutigen und sauberen Krieg in Afghanistan war letztendlich auch dem Umstand geschuldet, dass Berichterstattern der Zugang zum Kriegsgeschehen, seiner Toten und Verletzten verwehrt blieb. Die Beschränkungen, die die Journalisten im zweiten Golfkrieg hinnehmen mussten, waren gleichsam Resultat des Versuchs, Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen: Fernsehteams, zudem nur amerikanischen, war der Zugang zum Kriegsgeschehen lediglich im Pool-System an ausgewählten Kriegsschauplätzen möglich. Auf irakischer Seite zensierten Mitarbeiter des Informationsministeriums die produzierten Bilder, von denen einzig die Aufnahmen von CNN-Reporter Peter Arnett den Weg in die deutschen Sendeanstalten fanden. Das Dilemma, dass sich daraus ergab, ist schnell auszumachen: Wie berichten, wenn die Information nicht selbst überprüfbar ist? [...]

Weiberkram

Wie der Kulturjournalismus mit der Mode umgeht

Author: Sigrun Matthiesen

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3322902951

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 187

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Der herkömmliche Qualitätsjournalismus in Deutschland vernachlässigt das Thema Mode und damit das weibliche Publikum. Das ist das Ergebnis dieses Bandes, der die Mode-Berichterstattung der "New York Times", der "Süddeutschen Zeitung" und der "Frankfurter Allgemeinen" analysiert hat. Die Autorin beläßt es nicht bei der Kritik. Vor allem im amerikanischen Journalismus hat sie entdeckt, wie das Thema Mode auch kompetent und in einer Weise behandelt werden kann, daß es Frauen interessiert. Die Autorin entwickelt Qualitätskriterien für die Modeberichterstattung, die sie an Beispiel-Artikeln verdeutlicht.

Mission impossible: Ein Jahr Rot-Grün

Author: Ansgar Klein,Jupp Legrand,Thomas Leif

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3322986195

Category: Social Science

Page: 125

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Die neuen Kriege

Author: Herfried Münkler

Publisher: Rowohlt Verlag GmbH

ISBN: 3644011214

Category: Political Science

Page: 288

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Das Zeitalter der zwischenstaatlichen Kriege geht offenbar zu Ende. Aber der Krieg ist keineswegs verschwunden, er hat nur seine Erscheinungsform verändert. In den neuen Kriegen spielen nicht mehr die Staaten die Hauptrolle, sondern Warlords, Söldner und Terroristen. Die Gewalt richtet sich vor allem gegen die Zivilbevölkerung; Hochhäuser werden zu Schlachtfeldern, Fernsehbilder zu Waffen. Herfried Münkler macht die Folgen dieser Entwicklung deutlich. Er zeigt, wie mit dem Verschwinden von klassischen Schlachten und Frontlinien auch die Unterscheidung von Krieg und Frieden brüchig geworden ist, und erörtert, wie man den besonderen Gefahren begegnen kann, die von den neuen Kriegen ausgehen.

Kriegs-PR und Propaganda? Zum jüngsten Jugoslawienkrieg

Author: Christian Schmidt

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640121295

Category:

Page: 28

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Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media, Universitat Leipzig, Veranstaltung: Kommunikation zwischen Propaganda und Public Relations, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1 Einleitung Wenn eines zu Anfang klargestellt ist, dann ist es diese Position des Autors: Kriege sind etwas Abscheuliches. Gleich welcher Art und welcher Programmatik. Sie fordern sinnlose Opfer, sind ungeheuer kostspielig und psychologisch eine Katastrophe. Doch die Welt besteht seit der Menschwerdung aus Krieg und Gewalt; seit Neid, Gebiets-, Religions - oder sonstige Streitigkeiten und Rassismus uber grosse Raume hinweg existieren, kampfen Menschen gegen Menschen. Aber auch wenn kein Krieg herrscht, bekriegen und brandschatzen sich Menschen aus den genannten Grunden. Vor allem dann, wenn auf engstem Raum verschiedene Ethnien leben, deren zeitlich unterschiedliche Wanderungsbewegungen jeder von ihnen Anspruche auf ein und dasselbe Gebiet verleihen. Der Balkan ist solch ein Gebiet, in dem seit fast 2000 Jahren schon immer wieder ethnische Konflikte aufgetreten sind. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks in der Folgezeit des innerdeutschen Mauerfalls 1989 verscharften sich die Konflikte so, dass innerhalb kurzester Zeit mehrere Burgerkriege aufflammten, deren endgultige Sieger niemand kennt. Es gibt hierbei nur Verlierer, wie in jedem Krieg. Warum sich die NATO, das nordatlantische Militarbundnis der grossen Industrielander, zum wiederholten Male in einen davon eingemischt hat, werden wohl erst Quellen der kommenden Jahre erschliessen konnen. Wie sie dennoch diesen Krieg gegen den jugoslawischen Prasidenten Milosevic und das serbische Volk erklaren und legitimieren wollte, soll Thema dieser Arbeit sein, die sich im Falle des Kosovokrieges exemplarisch damit auseinanderzusetzen versucht, inwieweit Public Relations in der psychologischen und medialen Kriegsfuhrung eine Rolle spielen - wann si

Heimatdiskurs

Wie die Auslandseinsätze der Bundeswehr Deutschland verändern

Author: Michael Daxner,Hannah Neumann

Publisher: transcript Verlag

ISBN: 3839422191

Category: Political Science

Page: 340

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Erst Kosovo, dann Afghanistan - deutsche Soldaten sind im Ausland stationiert, Deutschland ist wieder im Krieg. Die Einsätze verändern nicht nur die Rolle Deutschlands in der Weltpolitik, sondern vor allem die Wahrnehmung der Nation von sich selbst. Die Auseinandersetzung mit den Anderen - vor allem den Afghanen und Terroristen, aber auch mit den Heimkehrern, den Gefallenen und den Traumatisierten - ist immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. Die Beiträge dieses Buches liefern eine beispielhafte Analyse des Heimatdiskurses in Deutschland zwischen 2000 und 2012.

Transdifferenz und Transkulturalität

Migration und Alterität in den Literaturen und Kulturen Österreich-Ungarns

Author: Alexandra Millner,Katalin Teller

Publisher: transcript Verlag

ISBN: 3839432480

Category: Literary Criticism

Page: 454

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Mit dem Konzept der Transdifferenz lassen sich konventionelle Differenzierungen in Bezug auf Gender, Ethnizität, Klasse, Generation, Nation und andere soziale Kategorien kritisch hinterfragen. Die Beiträgerinnen und Beiträger zeigen, dass transdifferente Momente auf die Gestaltungsmöglichkeiten des modernen Individuums im gesellschaftlichen Umbruch der späten Habsburger Monarchie hinweisen. Dabei wird die Überschreitung genderspezifischer, ethnischer und anderer sozialer Grenzen in der Eliten- und Massenkultur analysiert. Aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive betrachtet, lassen sich diese Momente unter anderem auch für Fragen der Kanonisierung, Mehrsprachigkeit und Transkulturalität fruchtbar machen. Der Band erschließt in Vergessenheit geratene literarische Werke und reflektiert unterschiedliche Lebensformen der Moderne.

Handbuch Frieden

Author: Hans J. Gießmann,Bernhard Rinke

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3531928465

Category: Political Science

Page: 640

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Dieses Handbuch beinhaltet das aktuelle Wissen zu Frieden, Friedenspolitik und zur Friedens- und Konfliktforschung. Die Beiträge behandeln den Friedensbegriff systematisch aus wissenschaftlicher und politischer Perspektive. Dabei werden die vielfältigen inhaltlichen Dimensionen und Bezüge des Begriffsfeldes Frieden verdeutlicht. Die Befunde der insgesamt 51 AutorInnen bieten ein umfassendes Bild der aktuellen und künftigen Herausforderungen von Friedensforschung und Friedenspolitik und beziehen die Praxis der Friedensarbeit ein. Das Handbuch Frieden ist somit unverzichtbar für alle Lehrenden und Forschenden an einschlägigen universitären und außeruniversitären Einrichtungen, für Studierende, SchülerInnen sowie in der Erwachsenenbildung. Es richtet sich zugleich an friedenspraktisch Tätige, SoldatInnen sowie an eine allgemein an friedenspolitischen Themen interessierte Öffentlichkeit.

GeschlechterVerhältnisse

Analysen aus Wissenschaft, Politik und Praxis

Author: Hella Hertzfeldt,Katrin Schäfgen,Silke Veth

Publisher: N.A

ISBN: 9783320020552

Category: Family policy

Page: 339

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Deutschland nach Hitler

Zukunftspläne im Exil und aus der Besatzungszeit 1939–1949

Author: Thomas Koebner,Gert Sautermeister,Sigrid Schneider

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3322943542

Category: Political Science

Page: 379

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"(...) Die Einzelbeiträge summieren sich zu einem umfassenden und facettenreichen Bild der Exilforschung." Zeitschrift für Politik 3/89Die in diesem Band versammelten Studien präsentieren und kommentieren Zukunftsideen und Zeitanalysen über "Deutschland nach Hitler" von Schriftstellern, Publizisten, Historikern und Politikern. Die Untersuchungen verstehen sich als Beitrag zu einer Historisierung des Dritten Reichs, seiner Opposition und seiner Folgen mit dem Ziel, die Blockade, der Erinnerung aufzuheben und der Vergangenheitsverweigerung entgegenzuarbeiten.

Medienmanagement

Band 2: Medienpraxis - Mediengeschichte - Medienordnung

Author: Otto Altendorfer,Ludwig Hilmer

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3531188151

Category: Social Science

Page: 363

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Band Zwei des insgesamt vierbändigen Lehrbuchs dokumentiert eingehend die Medienpraxis in den Gattungen Fernsehen, Hörfunk, Print und Online; erläutert werden darin wichtige Elemente der Konzeption, des Betriebs, der Vermarktung und der Produktionstechnik dieser Medien. Das Kapitel Mediengeschichte bringt elementare Daten zur Geschichte von Printmedien, Hörfunk, Fernsehen, Onlinemedien und Film. Unter dem Stichwort Medienordnung geben die Autoren einen Überblick über die Mediensysteme der Bundesrepublik Deutschland, von Staaten der Europäischen Union, der USA sowie ausgewählter asiatischer Länder. Ergänzend findet sich eine umfangreiche Darstellung zur Mediennutzung in der Bundesrepublik Deutschland.

„Das edle Bestreben, der breiten Masse zu nützen“

Beiträge zur Geschichte der Volkshochschule Göttingen

Author: Blümel, Günter,Natonek, Wolfgang

Publisher: Universitätsverlag Göttingen

ISBN: 3863951255

Category: History

Page: 350

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Die Geschichte der Erwachsenenbildung und der Volkshochschule in der Universitätsstadt Göttingen wäre ohne die Einflüsse der Universität, von verwandten Bestrebungen der Studenten, der Frauen und der sich organisierenden Arbeiterschaft kaum vorstellbar. Die vorliegende kritische historische Untersuchung zeichnet den Werdegang vom Ausgang des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 nach. Ihr Autor, Leiter der Volkshochschule Göttingen zwischen 1977 und 2010, hat dazu vielfältiges Quellenmaterial aus Akten der Universität, der Stadt, der Kirchen und des Landes ausgewertet, das hier zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird. Die Darstellung ordnet die Besonderheiten regionaler Entwicklung in die Gegebenheiten allgemeiner deutscher Bildungsgeschichte ein, wirft einen neuen Blick auf die Zusammenhänge und bedient sich dazu auch der Erkenntnisse einschlägiger fachwissenschaftlicher Forschung und Diskussion. Zeittypische Lebensgeschichten von Protagonisten der Göttinger Bildungsszene, die wie etwa Herman Nohl und Erich Weniger auch landesweite Beachtung fanden, runden die historische Darstellung der Entwicklung der Geschichte der Erwachsenenbildung in Göttingen ab. Eine erweiterte Fassung des 1988 erschienenen Aufsatzes zur „Wiedereröffnung der Volkshochschule Göttingen 1948“ des Historikers Wolfgang Natonek ergänzt die Darstellung.

Banal Militarism

Zur Veralltäglichung des Militärischen im Zivilen

Author: Tanja Thomas,Fabian Virchow

Publisher: transcript Verlag

ISBN: 3839403561

Category: Social Science

Page: 434

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Öffentlich kaum wahrgenommen schreitet die Veralltäglichung des Militärischen und des Krieges voran. Der Begriff »Banal Militarism« lenkt die Aufmerksamkeit auf unspektakuläre Prozesse, die von den AutorInnen des Bandes anhand historischer wie aktueller Beispiele der Repräsentation, der Inszenierung und Aneignung des Militärischen in Literatur, Theater, Kino, (Computer-)Spiel, Mode sowie in der Presse und im Alltagsleben analysiert werden. Solche Phänomene in ihrer Wirkungsmächtigkeit auf politische Kultur zu thematisieren, theoretisch zu reflektieren und als bedeutsames Forschungsfeld zu konturieren, ist das zentrale Anliegen des Bandes.

Von Lichtgestalten und Dunkelmännern

Wie die Medien über Gewalt berichten

Author: Thomas Hestermann

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3531189913

Category: Language Arts & Disciplines

Page: 211

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Wie die Medien über Gewalt berichten, hängt vielfach davon ob, was hohe Auflagen und Quoten verspricht. So werden sowohl Gewaltopfer wie Tatverdächtige zu Figuren in Mediendramen, die einem eigenen Drehbuch folgen. Prominente Medienschaffende und Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft geben einen Einblick in die Inszenierung der Gewalt. Sie machen deutlich, warum die Medien bevorzugt über tödliche und sexuelle Gewalt berichten, warum sie Opfer in den Mittelpunkt stellen und wie sie Furcht und Mitleid schüren. Sie werfen zugleich die Frage auf, ob die Berichterstattung über Gewalt allein ein Geschäft mit Gefühlen ist und wie journalistische Verantwortung gegenüber den Betroffenen und der Gesellschaft wahrzunehmen ist