Derivatisierung, Computerisierung und Wettbewerb

Die Entwicklung der Deutschen Terminbörse DTB/Eurex zwischen 1990 und 2001 im Kontext der europäischen Terminbörsen

Author: Lars Walter

Publisher: Springer-Verlag

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Category: Business & Economics

Page: 301

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Lars O. Walter untersucht die Entwicklung der DTB/Eurex zwischen 1990 und 2001 vor dem Hintergrund der tief greifenden Umwälzungen an den Finanzmärkten. Basierend auf Schlüsselereignissen, ergänzt durch Informationen aus Interviews mit damaligen Entscheidungsträgern strukturiert und analysiert er diese Entwicklung.

Analyse der Auswirkungen einer auf dem Vorschlag der EU-Kommission basierenden Finanztransaktionssteuer auf das Management von Währungstransaktionsrisiken in Unternehmen der deutschen Exportindustrie

Author: Johannes Höfer

Publisher: Diplomarbeiten Agentur

ISBN:

Category: Business & Economics

Page: 183

View: 242

Inhaltsangabe: Einleitung: Die Finanzkrise der Jahre 2007/08 und die ihr folgende, immer noch anhaltende Krise in Europa (Stand: August 2012) hat in der internationalen Politik Zweifel hinsichtlich der Effizienz und des (sozio-) ökonomischen Nutzens freier Finanzmärkte aufkommen lassen. Folgten die Politiker der meisten Industrie- und Schwellenländer in den vergangenen Jahrzehnten noch dem neoliberalen Diktat einer möglichst umfassenden Deregulierung der internationalen Finanzmärkte, so werden seit Ausbruch der Finanzkrise wieder Maßnahmen für eine verschärfte Regulierung jener Märkte diskutiert. Die Ende 2011 von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Finanztransaktionssteuer, die sämtliche von Finanzinstituten betriebenen Wertpapier- und Derivattransaktionen mit einem Steuersatz von 0,1 % auf den Handelswert bzw. von 0,01 % auf den Nominalbetrag belegen soll und v. a. auf die Einschränkung des als destabilisierend angesehenen Hochfrequenzhandels abzielt, stellt eine solche Maßnahme dar. Zwar scheint die ursprünglich vorgesehene europaweite Einführung dieser Steuer im Rahmen einer Richtlinie gescheitert. Mehrere Länder – darunter Deutschland – verfolgen jedoch die Absicht, die Steuer über das Verfahren der Verstärkten Zusammenarbeit dennoch zu implementieren. Das Vorhaben stößt in Deutschland allerdings nicht nur auf Zustimmung. Als einflussreiche Kritiker der Finanztransaktionssteuer treten v. a. die Finanz- und Wirtschaftsverbände auf. Deren Kritik richtet sich u. a. gegen die vorgesehene Steuerbarkeit von Derivatgeschäften, die auch regelmäßig im Risikomanagement realwirtschaftlicher Unternehmen eingesetzt werden. Insbesondere mit Blick auf verschiedene Steuerüberwälzungsszenarien befürchten die Verbände , dass jene Unternehmen nach Einführung der Finanztransaktionssteuer in deutlichem Ausmaß auf ihnen bisher sinnvoll erscheinende derivative Risikoabsicherungsgeschäfte verzichten könnten, da sich diese aufgrund der steuerinduzierten Verteuerung (subjektiv) nicht mehr lohnten, oder gar auf diese verzichten müssten, wenn sie z. B. von den Anteilseignern mit Blick auf die bei Beibehaltung der aktuellen Sicherungspolitik anfallende Gesamtsteuerlast zu einem Verzicht gedrängt würden. Auf eine Untermauerung ihrer Thesen mittels Schätzungen, die aufzeigten, wie sehr sich einzelne derivative Sicherungsgeschäfte nach Einführung der Finanztransaktionssteuer schlimmstenfalls verteuern könnten bzw. wie hoch die kumulierte Steuerlast in einem [...]

M”gliche Auswirkungen einer Finanztransaktionssteuer auf das derivative W„hrungsmanagement in Unternehmen: Sind die Sorgen der deutschen Wirtschaft berechtigt?

Author: Johannes H”fer

Publisher: Diplomica Verlag

ISBN:

Category: Business & Economics

Page: 184

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Die Finanzkrise der Jahre 2007/08 und die ihr folgende, immer noch anhaltende Krise in Europa (Stand: August 2012) hat in der internationalen Politik Zweifel hinsichtlich der Effizienz und des (sozio-) ”konomischen Nutzens freier Finanzm„rkte aufkommen lassen. Folgten die Politiker der meisten Industrie- und Schwellenl„nder in den vergangenen Jahrzehnten noch dem neoliberalen Diktat einer m”glichst umfassenden Deregulierung der internationalen Finanzm„rkte, so werden seit Ausbruch der Finanzkrise wieder Maánahmen fr eine versch„rfte Regulierung jener M„rkte diskutiert. Die Ende 2011 von der Europ„ischen Kommission vorgeschlagene Finanztransaktionssteuer, die s„mtliche von Finanzinstituten betriebenen Wertpapier- und Derivattransaktionen mit einem Steuersatz von 0,1 % auf den Handelswert bzw. von 0,01 % auf den Nominalbetrag belegen soll und v. a. auf die Einschr„nkung des als destabilisierend angesehenen Hochfrequenzhandels abzielt, stellt eine solche Maánahme dar. Die ursprnglich vorgesehene europaweite Einfhrung dieser Steuer im Rahmen einer Richtlinie ist gescheitert, allerdings m”chten mehrere L„nder ? darunter Deutschland ? die Steuer ber das Verfahren der verst„rkten Zusammenarbeit dennoch implementieren. Das Vorhaben st”át in Deutschland allerdings nicht nur auf Zustimmung. Kritik richtet sich u. a. gegen die vorgesehene Steuerbarkeit von Derivatgesch„ften, die auch regelm„áig im Risikomanagement realwirtschaftlicher Unternehmen eingesetzt werden. Ziel der vorliegenden Studie ist es, fr einen der wichtigsten Teilbereiche des Risikomanagements ? das W„hrungstransaktionsmanagement, welches v. a. in Unternehmen der deutschen Exportindustrie von wesentlicher Bedeutung ist ?Sch„tzungen vorzunehmen, mithin zu analysieren, wie sehr sich derivative W„hrungssicherungsgesch„fte durch die Finanztransaktionssteuer verteuerten k”nnten und wie hoch die aus der steuerinduzierten Verteuerung dieser Gesch„fte resultierende Gesamtsteuerlast fr typische deutsche exportorientierte Unternehmen w„re. Auf der Basis dieser Ergebnisse wird anschlieáend diskutiert, ob es in Unternehmen der deutschen Exportindustrie nach Implementierung der Finanztransaktionssteuer tats„chlich ? ?freiwillig? oder ?gezwungenermaáen? ? zu einem umfassenden Verzicht auf die Absicherung von Transaktionsrisiken kommen k”nnte, wobei ein solcher deutlicher Sicherungsverzicht als Wechsel der Unternehmen von ihrer bisher verfolgten und (subjektiv) als sinnvoll erachteten Sicherungsstrategie zu einer Strategie mit einer niedrigeren Absicherungsquote angesehen wird. Des Weiteren soll eruiert werden, ob die Finanztransaktionssteuer, sollte sie keinerlei Auswirkungen auf die Sicherungsstrategie/-quote der Unternehmen haben, zumindest zu anderweitigen Ver„nderungen im Transaktionsrisikomanagement dieser fhren k”nnte. Die Untersuchung wird dabei differenziert fr mehrere denkbare Steuerszenarien durchgefhrt, die sich hinsichtlich der H”he der Steuerbelastung unterscheiden.